Theodor-Heuss-Realschüler aus Coesfeld gestalten Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof

„Alle Menschen sind frei und gleich“. Mit dem gesungenen Artikel 1 der Menschenrechte eröffnete die Klasse 6a die Gedenkfeier am 27.01.2017. Anlass war der internationale Gedenktag für alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Sichtlich ergriffen hörten alle Teilnehmer der Gedenkfeier zu, als die Schülerinnen und Schüler der 10a in kurzen Texten an das Schicksal der jüdischen Familie Fred Hertz aus Coesfeld erinnerten. Anhand von Beispielen zeigten sie auf, welche Entrechtungen und Demütigungen Fred und seine Familie während der nationalsozialistischen Herrschaft ertragen mussten, bis sie schließlich im Jahr 1939 Coesfeld verlassen mussten und ins Ausland auswanderten.

Bürgermeister Heinz Öhmann machte in seiner Rede deutlich, dass damals Lügengeschichten über die Juden erzählt worden seien und dass wir auch gerade heute wieder wachsam sein müssen, wenn mit sogenannten „fake news“ Vorurteile gegen bestimmte Gruppen verstärkt werden sollen.

Als Mitglied der Aktion „Schule ohne Rassismus -Schule mit Courage“- setzten alle Vertreter der Theodor-Heuss-Realschule in ihren Beiträgen deutliches Zeichen für Toleranz, Gerechtigkeit und Freiheit.

Organisiert wurde die Feier durch die Lehrerinnen Frau Schlappa und Frau Kaulingfrecks.

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Foto: Stadt Coesfeld, Zi.